Das Hilfethema Wie erstelle ich eine QBE-Abfrage? führt in die Syntax einer QBE-Abfrage in MS Access ein. Der untenstehende Bildschirmausschnitt zeigt das Beispiel QryZahlMCAlternativenMuster in der Entwurfsansicht. Sie gelangen in die Entwurfsansicht, wenn Sie »F11 drücken, auf die Schaltfläche Abfragen klicken und nach einem Rechtsklick auf den gewünschten Abfragenamen den Kontextmenüpunkt Entwurfsansicht wählen.
QryZahlMCAlternativenMuster geht - anders als die Anwendung Tests - davon aus, dass eine Mehrfachwahlaufgabe mehrere richtige Alternativen haben kann und zählt für jeden Fragenschlüssel die richtigen Lösungsalternativen. Richtig ist eine Alternative der Musterlösung dann, wenn sie markiert ist (das heisst auf -1 bzw. True gesetzt ist).
Die Abfrage setzt sich aus den folgenden Elementen zusammen:
Tabellenskelett ist QuizMEHRFACHWAHL
Ausgabespalten sind "Fragenschlüssel" und "Anzahl von Fragenschlüssel"
Ausgabebedingung
(Kriterium) ist der Wert -1 der Spalte Musterlösung.

Die Abfrage QryZahlMCAlternativenBearbeitet (siehe nächster Bildschirmausschnitt) baut auf der Ergebnistabelle von QryZahlMCAlternativenMuster auf und zählt alle Mehrfachwahlalternativen, die der Bearbeiter markiert hat.
Tabellenskelette sind QryZahlMCAlternativenMuster und die Tabelle SCORESMC.
Ausgabespalten sind "Fragenschlüssel" und "Bearbeitet". Wenn eine der Alternativen (richtig oder falsch) angekreuzt wurde, so gelten alle markierten Musteralternativen der Aufgabe als bearbeitet. Die Spalte "Bearbeitet" kumuliert deshalb für jeden Fragenschlüssel das Ergebnis des folgenden Ausdrucks: Wenn der Wert des Felds Benutzerlösung von SCORESMC -1 (markiert) ist, dann ist das Ergebnis gleich dem Wert des Felds "Anzahl von Fragenschlüssel" der verbundenen Abfrage QryZahlMCAlternativenMuster, sonst ist das Ergebnis 0 (geht also nicht in die SUMME ein).
Verbundattribut ist Fragenschlüssel.

Der Inhalt der Spalte Bearbeitet ist ein
Ausdruck , wie
er in einer Zelle eines Tabellenkalkulationsblatts vorkommt. Ausdrücke kommen vor
allem in Gültigkeitsregeln vor: Der Ausdruck >="A" Und <="Z"
stellt zum Beispiel sicher, dass die Bearbeiterin einer Zuordnungsaufgabe nur
Buchstabenpräfices zwischen A und Z eingibt. Ein Ausdruck kann aus Konstanten, Variablen, Operatoren und Funktionen
bestehen und ergibt einen
meist numerischen, manchmal auch nichtnumerischen Wert. Für ein konkretes Beispiel
markieren Sie das Feld TxfBuchstabenpräfix des Unterformulars 'Subfrm
Buchstabenalternativen', drücken »Alt/Enter und lesen den Wert der Eigenschaft
Gültigkeitsregel.
Der Ausdruck Bearbeitet des obigen Bildschirmausschnitts besteht aus zwei geschachtelten Funktionen:
SUMME(<Ausdruck>) ist eine Funktion, welche die Summe der Werte zurückgibt, die in einem oder mehreren Feldern einer QBE-Abfrage enthalten sind.
WENN(<Bedingung>; <Dann-Ausdruck>; <Sonst-Ausdruck>) ist eine Funktion, welche den Dann-Ausdruck nur bei zutreffender Bedingung berechnet, sonst aber den Sonst-Ausdruck auswertet.
Deshalb bedeutet der Ausdruck Summe(Wenn(SCORESMC!Benutzerlösung=-1; QryZahlMCAlternativenMuster![Anzahl von Fragenschlüssel]; 0)) folgendes:
Falls der laufende Wert einer Benutzerlösung der Tabelle SCORESMC markiert (-1) ist, kumuliere den laufenden Wert des Felds 'Anzahl von Fragenschlüssel' der Ergebnistabelle von QryZahlMCAlternativenMuster.
Der Der Sonst-Teil des Ausdrucks ist überflüssig. Weil ihn aber die Syntax von WENN verlangt, steht 0.